Nintendo Switch oder lieber Steam Deck - Was die Handhelds unterscheidet

Nintendo Switch oder lieber Steam Deck - Was die Handhelds unterscheidet
Bildrechte: Foto von Lisa von Pexels - Geschrieben von: Marco Griep

Das Steam Deck ist seit 15.07 das Top-Thema in der Gaming-Szene. Der moderne Handheld aus dem Hause Valve soll eine neue tragbare Konsole (Handheld) werden und euch Unterwegs Zugriff auf eure Steam Bibliothek geben. Das Steam Deck basiert hier wie bei Steam OS auch auf einem angepassten Arch-Linux. Der Big-Picture Modus soll durch das neue Steam Deck OS ersetzt werden welches auch ein On-Screen Keyboard und diverse Optimierungen bietet. Seit der Ankündigung glüht das World Wide Web regelrecht: Für viele ist das Steam Deck eine willkommene Konsolen-Alternative mit vielen Spiele-Titel. Immerhin lässt sich darauf (so gut wie) jedes Steam-Spiel zocken. Wer Probleme mit der Linux-Konfiguration hat, installiert notfalls eben Windows 10. Andere sind wiederum skeptisch.

Ist das Gaming-Handheld in Wirklichkeit eine Wahlmöglichkeit für PC-Spieler? Schafft es Valve wahrhaft hierdurch sich auf dem Handheld Markt zu etablieren oder sogar eine ernsthafte Konkurrenz zur Nintendo Switch zu werden? Erscheinen sollen die erste Konsolen-Generation im Dezember 2021, gegenwärtig sind Vorbestellungen frühestens für das erste Quartal in 2022 denkbar.

Die Hardware des Steam Deck

Interessant ist das immer mehr Hardware-Hersteller mit AMD zusammenarbeiten. Die Konsole basiert auf Steam OS 3.0 und wird von einem Zen 2 und RDNA 2 (inklusive Raytracing, VRS und FSR) angetrieben. Das LCD Display hat eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixel eine Refreshrate von 60 Hz. Mit einem 40-Wattstunden-Akku soll bis zu acht Stunden Gameplay möglich sein. Ich schätze das bei Leistungshungrigen Titel wird die Akkulaufzeit sich irgendwo zwischen 4 und 5 Stunden einpendeln wird. Wirklich gut gelöst ist das Valve eine 3,5-mm-Stereo-Kopfhörerbuchse einbaut, sodass Ihr auch Headsets anschließen könnt. Wer lieber ein Bluetooth Gerät verwenden möchte, kann auch dies nutzen auch USB-C und Bluetooth 5.0 unterstützen wird.

Das Steam-Deck erscheint in drei Varianten, welche sich lediglich in der Speicherkapazität unterscheiden. Der Preis beginnt bei 419 € für 64 GB eMMC-Speicher. Wer ein Gerät mit einer der schnellen NVMe-SSD wählt, kann für 549 € (256 GB) oder für 679 € (512 GB) eins der Top-Modelle beziehen.

Das Steam Deck hat zwar wesentlich mehr Power als die Nintento Switch, jedoch ist das Betriebssystem der Switch für Spiele optimiert. Installiere ich Windows oder nutze das Linux, ist und bleibt dies noch immer mit Overhead behaftet. Dienste die im Hintergrund laufen wie Telemetrie, Virenscanner etc. benötigen Systemressourcen die nicht für die Spiele zur Verfügung stehen. Ob die Hardware nun besser performt als auf einer Nintendo Switch bleibt abzuwarten.

Meine Persönliche Meinung

Ich finde das Konzept interessant, wirklich überzeugt bin ich jedoch noch nicht. Die Hardware wird wohl für aktuelle Titel ausreichen, gerade weil die Auflösung sich auf 1280 Pixel beschränkt. Ebenso stark finde ich, dass das Steam Deck keine geschlossene Plattform ist. Wenn ich hier ein anderes Linux oder Windows installieren möchte, kann ich dies einfach tun. Ob dann die Garantie oder Support verloren geht, ist eine andere Frage. Was wohl bei der Konsole sicher ein Problem wird, ist das die Spiele gar nicht für ein Handheld entwickelt. Im Vergleich: Spiele Entwickler die für Nintendo Switch entwickeln haben einen abgesteckten Rahmen und Wissen worauf Sie sich einlassen, das ist beim Steam Gerät anders. Für mich als PC Spieler mit unzähligen Titeln in Steam ist das Handheld für mich interessant. Ich könnte endlich mein Gaming Setup vom PC aus auf die Konsole verlagern und brauche keinen Dualboot mehr nur zu zocken. Ich werde vorerst das Steam Deck nicht vorbestellen, sondern abwarten wie die ersten Erfahrungsberichte ausfallen.